Nachstehend haben wir die Vorträge des ersten Veranstaltungstages für Sie kurz zusammengefasst:
Dr. Gregor Viethen (Change Management im Krankenhaus)
Unter Change Management ist die Planung und Durchführung adaptiven und innovativen Wandels von Organisationen zu verstehen. Herr Dr. Viethen betont in seinem Vortrag, dass beim „Change“ die Einbeziehung und Partizipation aller „Betroffenen“, um bestmöglich Ziele, Zufriedenheit und Akzeptanz der der Betroffenen / Beteiligten zu berücksichtigen, oberste Priorität hat. Anhand von Beispielen hat Herr Dr. Viethen veranschaulicht, wie Veränderungen effizient umgesetzt werden können.
Prof. Michael Möllmann ( Prozessoptimierung in der Klinik, Schwerpunkt perioperative Abläufe)
„Zielvorgaben sind die optimierten Prozesse, bezogen auf die OP-Planung, OP-Vorbereitung sowie OP-Durchführung mit verminderten Leerlaufzeiten und reduzierten Prozesszeiten. Außerdem soll eine Harmonisierung der Abläufe und Dienstzeiten erreicht werden mit Blick auf eine wirtschaftliche und leistungsgerechte Auslastung der OP-Kapazität.
Beim OP-Management geht es darum, ökonomisches Denken und medizinische Leistung zu vereinbaren und somit die bestmögliche Qualität in Verbindung mit der größtmöglichen Produktivität zu erzielen. Prozessoptimierung in der Klinik kann nur funktionieren durch Planung, Disziplin, Zielvorgaben, Steuerung im erfolgs- und wirtschaftlichen Bereich und Eignung der baulichen Gegebenheiten.
Wege zum effizientem OP-Management sind unter anderem eine funktionierende, organisatorisch verankerte OP-Planungsroutine, mittels derer eine Steuerung der OP-Auslastung vorgenommen werden kann sowie ein OP-Management-Controlling, das die Brücke zur Krankenhaus-Gesamtführung schlägt (ZDF = Zahlen-Daten-Fakten).“
Matthias Diemer, MBA (Die Rolle des OP-Managers im Rahmen der Prozessoptimierung im Krankenhaus)
„Ein wesentliches Element des OP-Management ist es, die Ablauforganisation der Prozesse im kostenintensivsten Bereich des Krankenhauses zu steuern und zu organisieren. Zur Optimierung dieser Prozesse müssen unter anderem Leerlaufzeiten sowie ineffiziente Prozesse vermieden werden. Um die Prozesse steuern zu können, bedarf es der Zuordnung von Teilverantwortungen innerhalb des Prozesses Patientenversorgung. Das OP-Management muss dafür Sorge tragen, dass durch vorherige Koordination der Kompetenzen in jedem dieser Teilschritte die notwendige Kompetenz zum Einsatz gelangt, um so eine optimierte Patientenversorgung mit den vorhandenen Mitteln zu gewährleisten. Transparente und kalkulierbare Prozesse erleichtern es, dieses Ziel zu erreichen. Das OP-Management nimmt somit eine wesentliche Rolle im Rahmen der Prozessoptimierung im Krankenhaus ein.“
Insgesamt wurde die Veranstaltung mit einer Bewertung von 1,4 (bei einer Punkteskala von 1 = sehr gut bis 5 = sehr schlecht) sehr gut bewertet und fand großen Anklang bei den teilnehmenden Gästen.
Um Ihnen einen umfassenden Überblick auf das diesjährige Surgical Forum zu ermöglichen, haben wir für Sie ein Abstract Heft zum Download bereitgestellt:
Abstract Heft 2010