Der Begriff diabetisches Fußsyndrom fasst alle pathologischen Veränderungen an den Füßen zusammen, die begünstigt oder verstärkt durch eine diabetische Grunderkrankung entstehen. Hierzu gehören z. B. das diabetische Fußulkus, aber auch Nagelbettschädigungen bis hin zur Infektion sowie Deformitäten der Zehen bzw. des gesamten Fußes.
Laut „Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2017“ ist bei über 6 Millionen Menschen in Deutschland Diabetes mellitus diagnostiziert. Es wird zudem von einer Dunkelziffer von 2 Millionen weiteren Betroffenen ausgegangen. Circa 250.000 Menschen mit Diabetes mellitus haben eine Fußläsion und etwa 1 Mio. Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine solche zu entwickeln. In Deutschland werden jährlich über 40.000 Amputationen an Diabetikern durchgeführt. Davon sind 12.000 Majoramputationen, d. h. Amputationen oberhalb des Sprunggelenks. Aufgrund der erheblichen Konsequenzen, die eine Amputation nicht nur für die Gesundheit sondern auch für die Lebensqualität und den Alltag des Betroffenen bedeutet, ist grundsätzlich das Einholen einer Zweitmeinung in einem spezialisierten Gefäßzentrum vor einer geplanten Majoramputation angeraten.


