Ihr Weg zur Heilung

Kompressionstherapie einfach erklärt

Welche Schritte kann ich unternehmen, um eine bessere Heilung zu fördern?

  • Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige

    Herzlich willkommen – schön, dass Sie da sind!

    Auf diesen Seiten erfahren Sie alles Wichtige über die Venenschwäche, die sogenannte chronische venöse Insuffizienz [1], und darüber, welche Folgen sie für Sie haben kann. Neben schweren, gestauten Beinen und Hautveränderungen kann am Unterschenkel eine Wunde entstehen – das sogenannte Ulcus cruris venosum [2], im Volksmund auch „offenes Bein" genannt. Es zählt zu den chronischen Wunden [3].

    Eine solche Wunde heilt nur dann dauerhaft ab, wenn auch ihre Ursache – die Venenschwäche – behandelt wird. Die wichtigste Behandlung dafür ist die Kompressionstherapie. Die gute Nachricht: Sie selbst können viel dazu beitragen, dass Ihre Behandlung gelingt und Ihre Wunde heilt. Wie das geht, zeigen wir Ihnen hier – mit verständlichen Erklärungen, praktischen Anregungen und hilfreichen Tipps für Ihren Alltag.

    Los geht's!

Gut zu wissen:

  • [1.] Chronische venöse Insuffizienz:


    Es liegt eine Venenschwäche vor, bei der das Blut nicht mehr ausreichend aus den Beinen zum Herzen zurücktransportiert wird. Die Beine werden dick, schwer und eine Wunde kann entstehen.

  • [2.] Ulcus cruris venosum:


    Dies ist eine schwer heilende Wunde am Unterschenkel, die auch als „offenes Bein" bezeichnet wird. Sie befindet sich meist im Bereich des Innenknöchels.

  • [3.] Chronische Wunde:


    Dies ist eine Wunde, die nach acht Wochen nicht abgeheilt ist. Hierzu gehören Wunden, die nicht durch Unfälle, sondern infolge einer Grunderkrankung entstehen, wie der Venenschwäche oder Diabetes.

Beantworten Sie folgende Fragen

Anhand von 12 Fragen lernen Sie Ihre Risikofaktoren. Ihr Daten werden nicht gespeichert.

Am Ende können Sie sich Ihr Ergebnis per E-Mail zuschicken lassen, um es mit Ihrem Arzt zu besprechen. Geben Sie dazu einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und senden Sie das Formular ab.

Fühlen sich Ihre Beine am Ende des Tages oft schwer oder müde an?

Haben Sie manchmal das Gefühl, Ihre Beine stehen unter Druck oder spannen?

Sind Ihre Knöchel oder Beine abends geschwollen?

Haben Sie den Eindruck, dass Socken oder Schuhe abends enger sitzen als morgens?

Werden Ihre Beschwerden besser, wenn Sie die Beine hochlegen?

Haben Sie sichtbare Veränderungen an Ihren Beinen?

Ist Ihre Haut an den Unterschenkeln häufig trocken, juckt oder spannt?

Haben Sie Schmerzen in den Beinen, besonders nach langem Sitzen oder Stehen?

Hatten Sie schon einmal eine Wunde am Bein oder Knöchel, die schlecht verheilt ist?

Wie aktiv sind Sie im Alltag?

Sitzen oder stehen Sie über längere Zeit ohne Bewegung?

Trifft etwas davon auf Sie zu?
  • Kompressionstherapie verstehen

    Die Kompressionstherapie ist die wichtigste Grundlage für die Heilung Ihres offenen Beins.

    Weitere Informationen
  • Was kann ich selbst tun?

    Mit einfachen Maßnahmen im Alltag können Sie den Heilungsprozess positiv beeinflussen.

    Erfahren Sie, wie Sie Ihre Genesung unterstützen können

Häufig gestellte Fragen

  • Mit einem venösen Beinulkus kann man kurze Strecken zurücklegen, aber lange Flüge werden nicht empfohlen. Das liegt daran, dass das Risiko für eine tiefe Venenthrombose (DVT) oder Blutgerinnsel steigt, wenn Sie ein Venenproblem haben. Sprechen Sie immer mit Ihrer medizinischen Fachkraft, bevor Sie Flüge buchen.

  • Ja, Sie können unter bestimmten Bedingungen mit einem venösen Beingeschwür duschen. Hierfür verwenden Sie eine wasserdichte Abdeckung, um Ihren Verband und die Kompressionsversorgung trocken zu halten. Fragen Sie hierzu Ihre medizinische Fachkraft.

  • Ja, Sie sollten Ihren Kompressionsverband auch über Nacht tragen, denn Venen schlafen nicht. Das kontinuierliche Tragen hilft, den gleichmäßigen Druck aufrechtzuerhalten, was wichtig für Ihre Wundheilung und zur Reduzierung von Schwellungen ist. Wenn Sie Beschwerden haben, sollten Sie diese zeitnah mit Ihrer medizinischen Fachkraft besprechen.

  • Lagern Sie Ihre Beine während der Ruhe über Herzniveau. Dies kann helfen, Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Unterstützend können Sie sanfte Übungen durchführen. Lassen Sie sich dazu Tipps von Ihren Versorgern geben.

  • Wenn Ihre Wunde riecht, kann das auf Bakterien hindeuten. Kontaktieren Sie Ihre medizinische Fachkraft für eine weitere Untersuchung.

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